Weinslese Ende der 50er Jahre mit Albrecht als Bub
Anton Fuchs und seine Frau Elise

Über viele Generationen bewirtschaftet unsere Familie einen kleinen, typisch rheinhessischen Weinbaubetrieb. Unsere Weine wurden in kleine Holzfässer gefüllt und dann nach ganz Deutschland verschickt. Ab 1921 verkaufen wir unseren Wein auch in Flaschen mit eigenem Etikett. Dies machte unseren Urgroßvater Matthias zu einem stolzen Mann. Ein kleines Weingut, aber trotzdem dabei. Der Name des heutigen Weingutes änderte sich dabei durch die Zeiten von Lott über Fuchs zu Schütte, da die Frauen den Betrieb mit der Heirat weitergaben. Eine entscheidende Zäsur setzte Anton Fuchs: Er war von Hause aus Bayer und wuchs in München auf. Weinbau hatte er nicht gelernt, er studierte vielmehr in Weihenstephan Brauereiwesen. Doch die Liebe verschlug ihn in den rheinhessischen Weinbaubetrieb. Manches beim Brauen Gelernte konnte er nun in der Weinerzeugung neu entdecken. Fuchs machte mit pfiffigen Ideen auf sich aufmerksam:

"Mein Versand ist Hamburg bis Partenkirchen

also Nord – Süd begehrt

trinkt Alsheimer Wein."

Letztlich hat die Familie Schütte die traditionelle Bewirtschaftung ihrer Vorfahren durch den heutigen ökologischen Weinbau beibehalten und zum Leitbild erhoben. Albrecht Schütte stellte nach seinem Jurastudium das Weingut zu Beginn der Neunziger Jahre auf ökologische Wirtschaftsweise um und trat dem Dachverband ECOVIN bei. Die nachhaltige und bodenschonende Bewirtschaftung des Kulturgutes Wein ist ihm ein Herzensanliegen. Seine Arbeitsweise und seine Ideen werden von seiner Tochter Agnes Schütte weitergeführt und erneuert. Nach ihrem Archäologiestudium gab sie einen Lehrauftrag an der Universität auf, um in Rheinhessen zu ihren Wurzeln zurückzukehren. An der Seite ihres Vaters möchte sie Qualität und Nachhaltigkeit auch im 21. Jahrhundert hochhalten.

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